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Unbekannt schrieb am 02.02.2015 14:13:

Verein im Verein

Hallo,

bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen. Und hätte mal Euere Meinung zu meinem Problem gehört.
Wir sind ein Segelverein mit ca 90 Mitglieder und nun hat sich eine kleine Gruppe von 10 Personen nach Meinungsverschiedenheiten abgespalten und direkt nebenan einen eigenen Verein gegründet. Die Mitglieder dieser Gruppe sind aber nicht ausgetreten, beanspruchen Nutzungsrechte für unsere Steganlage (haben keinen eigenen) aufgrund ihrerer Noch-Mitgliedschaft und sind bei unserer gestrigen Mitgliederversammlung komplett aufgetreten und versuchten bei Wahlen eigene Kandidaten in unserem Vorstand unterzubringen.
Wie geht man damit um?

Schöne Grüße,
Petra

Unbekannt schrieb am 02.02.2015 18:23:

Re: Verein im Verein

Hallo Petra,

ein Ferndiagnose zu stellen ist grundsätzlich schon einmal sehr schwer. Wenn man dann Interna wie Satzung, Nutzungsordnung, Geschäftsordnung nicht kennt, wird es es fast unmöglich sich eine Meinung zu bilden geschweige denn einen Rat zu geben.

Grundsätzlich: Zoff gibt es in jedem Verein einmal. Vielleicht sollten sich die Parteien zusamensetzen und ruhig und sachlich über Probleme reden. Man darf wohl davon ausgehen, dass es sich um erwachsene Menschen handelt mit.

Was sagt denn Eure Satzung zu den Nutzungsrechten? Wer darf die Anlage nutzen, Gibt es zeitliche Regelungen oder Einschränkungen?

Ich unterstelle nun einfach einmal, dass jeder ordendliche Mitglied des Vereins die Einrichtungen nutzen darf. Solang die erwähnten 10 Personen noch Mitglied sind unf ihre Beiträge zahlen dürfen diese auch die Vereinsanlage als Mitlgied nutzen.

Das besagter Personenkreis zur Mitgliederversammlung erscheint, ist ihr gutes Recht. Schließlich ist die Mitgliederversammlung das höchste Organ eines Vereins und dort hat das einzelne Mitglied die Möglichkeit auf Geschehnisse im Verein Einfluss zu nehmen. Daher ist die Kanditatur für ein Vorstandsamt durchaus legitim. Oder sitzt da etwa jemand am Ruder, der keine anderen Götter neben sich duldet? Solch eine Situation habe ich in einem Verein auch schon einmal erlebt. Wenn aber ein Gegenkandidat ausreichend Stimmen findet, dann ist er vom obersten Gremium des Vereins gewählt.

Aber wie gesagt, ich würde grundsätzlich dazu raten, an einem neutralen Ort beide Parteien an einen Tisch zu bringen. Vielleich gelingt es ja auch eine neutrale Person als Moderator und/oder Vermittler zu finden. Ein Kampf der Häuptlinge, bei dem nur das eigene Ego im Vordergrund steht hat noch keinem Verein gut getan.

 

th.giese schrieb am 02.02.2015 18:25:

Re: Verein im Verein

Ups falsche Kennung erwischt....

Unbekannt schrieb am 03.02.2015 08:08:

Re: Verein im Verein

Hallo Thomas,
Du hast richtig vermutet das laut Satzung jedes Mitglied die Vereinsanlagen nutzen darf.
Nur hier agieren Mitglieder die sich vom Verein durch die Gründung eines Konkurrenzvereines abgewandt haben und quasi "ihre Fahne" auf unserem Gelände hochhalten wollen. In der gleichen Satzung steht nämlich auch das jedes Mitglied die Pflicht durch sein Verhalten das Ansehen des Vereins zu fördern. Es ist dem Ansehen des Vereins ja sicherlich nicht förderlich wenn man als Mitglied einen Konkurrenzverein aufmacht, oder?
Allerdings weiß ich auch von Berichten aus anderen Vereinen wie schwierig der Nachweis einer Pflichtverletzung zur Durchsetzung eines Ausschlußverfahrens sein kann.
Als erste Maßnahme hat der Vorstand nun einen Beschluß gefasst wonach die Nutzung der Anlagen nur unter Leitung eigener Übungsleiter (Kinder- und Jugendausbildung) bzw. per Genehmigung durch den Vorstand zu nutzen ist.
Das von Dir angesprochene Prozedere mit Gesprächen hatte sich über Wochen ohne Erfolg hingezogen. Sogar Mediationsgespräche wurden geführt mit der Feststellung des Mediators das die Gegenseite nicht kompromißbereit sei. Schon vor der Mediation  hatte sich die Vereinsführung in einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung zur Wahl gestellt und war ohne Gegenkanditaten mit fast 90 Prozent wiedergewählt worden.
Auslöser des Ganzen war eine Fallentscheidung des Vorstandes gegen die Meinung eines Übungsleiters einem Mitglied die Nutzung der Anlagen auch ausserhalb der Trainingszeiten zu gewähren um Abitur und Training unter einen Hut zu bekommen. Daraufhin trat der Übungsleiter von seinem Posten zurück und führt sein Training nun mit wenigen ausgesuchten Jugendlichen weiter dessen Eltern auch diesen Übungsleiter unterstützen.


 

 

th.giese schrieb am 03.02.2015 15:47:

Re: Verein im Verein

Lass es mich mal so ausdrücken: Nutzen die "Abtrünnigen" die Anlage als Mitglied Eures Vereins, ist das in Ordnung. Nutzen die Anlage und machen Werbung für ihren Verein und requirieren so noch weitere Mitglieder, die nicht Eurem Verein angehören, so könnt ihr Euer Hausrecht durchsetzen wonach es nur Mitgliedern gestattet ist die Anlage zu nutzen. Wie sieht das mit Einladungen durch Vereinsmitglieder aus? Ich denke da an Regelungen, wie man sie in Golfclubs anwendet, wonach Gäste auf Einladung oder gegn Gebühr die anlage nutzen. Gibt es solch eine Regelung.

Was die Nutzung der Anlage von Kindern und Jugendlichen ohne Aufsicht durch einen Übungsleiter angeht, gibt es da Regelungen durch die Satzung, bzw. gibt es Versichtungen (gerade wegen dem Sport am/auf dem Wasser), die da in den Bedingungen irgendwelche Einschränkungen haben?

Wie ist die genrelle Nutzung ausserhalb der Trainingszeiten geregelt? Dass ein Übungsleiter keine Lust hat den Kopf dafür hin zu halten, wenn ein Jugendlicher ohne Aufsicht trainiert ist ja wohl verständlich.

Worum genau geht es bei dem Streit eigentlich, so dass kein Kompromiss möglich ist. Oder sind da Sturköpfe am Werk, denen es inzwischen "nur ums Prinzip" geht?

Unbekannt schrieb am 14.02.2015 19:43:

Re: Verein im Verein

Hallo Thomas,
In dem Streit sind schon Sturköpfe am Werk. Anders ist es nicht erklärlich das beharrlich versucht wird die eigene Sache durchzuziehen gegen einen Vorstand der ja mit seiner Wiederwahl ein deutliches Votum erhalten hat.
Nun scheint auch wieder Ruhe eingekehrt nachdem in der letzten Hauptversammlung die "Infiltration" seitens des Konkurrenzvereines abgewehrt werden konnte und wir durch besagten Vorstandsbeschluß eine Einschränkung der Stegbenutzung vorgenommen und bereits die ersten Aktiven des "neuen" Vereins diesbezüglich einmal verwarnt haben.
Weitere Verletzungen der Beschlußlage ziehen dann Hausverbot und Vereinsausschluß vor.
Ich denke nur so läßt sich eine deutliche Trennung beider Vereine auf Dauer herstellen. Insgesamt eine unschöne Sache die unseren Verein über neun Monate gelähmt hat
Schöne Grüße,
Petra
 

Unbekannt schrieb am 15.02.2015 17:22:

Re: Verein im Verein

Solche Störenfriede sofort aus dem Verein ausschließen, sonst wird es nie Ruhe geben.